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Geschichten vom Haare schneiden

(c) by Prettylocks 2006-2012. All Rights Reserved. - Das Copyright liegt generell bei den jeweiligen angegebenen Verfassern, für die Gestaltung und Zusammenstellung bei Prettylocks. - Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit vorheriger schriftlicher Genehmigung des jeweiligen Verfassers bzw. von Prettylocks. Diese Geschichten sind frei erfunden. Jede Ähnlichkeit mit tatsächlichen Personen oder Begebenheiten wären rein zufällig und sind unbeabsichtigt.

 

Ines:

 

Der Vorschlag

 

Von G.

 

 

 

 

Ich saß auf dem Friseurstuhl in einem Herrenfriseursalon und bekam gerade die Haare auf wenige Zentimeter abgeschnitten mit auf fast nichts geschorenen Seiten. Mein weiches haselnußbraunes langes Haar war weg. Die einzelnen Abschnitte des Haarschnittes wurden jeweils gemeinsam bestimmt.

 

Sara schaltete die Haarschneidemaschine aus und trat zur Seite. Ich konnte nun zum ersten Mal meinen neuen Haarschnitt im Ganzen im Spiegel sehen. Es schien als ob jeder Schritt auf dem Weg bis hierher lustiger wurde. Nun sah ich aus wie ein moderner Rapper. Der Haarschnitt ging erstaunlicherweise ziemlich elegant über von kahl geschorenen Seiten zu abstehenden wenige Zentimeter kurzen Haaren auf meinem Oberkopf. Ich fuhr mit der flachen Hand vorsichtig darüber. Es fühlte sich oben ganz anders an als an den rauhen Seiten mit den fast unsichtbaren Stoppeln. Ich lächelte Sara an und nickte zustimmend.

 

“Nun gut, Ines,” sagte sie. “Du hast nun vier Möglichkeiten. Erstens: Ich kann das, was wir jetzt haben, fedrig schneiden und es spiky lassen. Zweitens, ich kann dir einen Flattop schneiden. Drittens, einen Bürstenschnitt. Oder viertens: du wirst komplett kahl.”

 

“Wie ich schon sagte,” sagte ich, “ich will etwas, das man in der Stadt nicht an sonst jemandem sieht. Welchen Schnitt hast du noch nie geschnitten hier?”

 

“Ich habe schon alle geschnitten,” meinte Sara. “Wenn ich recht überlege, diesen einen Flattop habe ich hier noch nicht gemacht. Genauer gesagt, ich habe in dieser Stadt sogar nicht mal eine Mann mit diesem Haarschnitt gesehen. Mit genau diesem speziellen Flattop. Hast du zufällig viel, viel Mut mitgebracht?”

 

“Sara,” sagte ich ruhig, “ich bin, glaube ich, vollkommen durchgedreht heute. Du hast freie Hand. Schneide mir, was du willst!”

 

Sara grinste. Sie drehte den Friseurstuhl um, so dass ich mich nicht im Spiegel sehen konnte. Meine Resthaare wurden feucht eingesprüht. Dann wurden sie durchgekämmt. Und schließlich spikte sie sie wieder nach oben. Das Summen der Haarschneidemaschine begann wieder. Sara zeigte mir einen langen komisch aussehenden Kamm. “Ein Flattopper,” sagte sie. Sie schob ihn von vorne in mein Haar. Sie hielt ihn ganz gerade und machte ihre Augen prüfend zu kleinen schlitzen. Dann nahm sie mein Kinn und schob es etwas hin und her bis es gerade war.

 

“Das muß ganz gerade werden,” sagte sie kritisch.

 

Ich fühlte, wie die Spitze des komischen Kammes auf dem hinteren Ende meines Oberkopfes auflag. Es machte mich etwas nervös. Aber wenn es mir nicht gefiel konnte ich es immer noch völlig abrasieren lassen. Das machte mich wieder ruhiger.

 

Sara fuhr mit der Maschine direkt über den Kamm. Wo der Kamm endete fuhr sie weiter über meine Kopfhaut den Hinterkopf hinunter bis zu der bereits geschorenen Fläche am Hinterkopf. Ich erschrak und merkte, wie meine Hände sich in meinen Oberschenkeln festkrallten.

 

Sara schor weiter über dem Kamm. Dann lächelte sie mich an und schaltete die Maschine aus. Ich hörte, wie ein Aufsteckkamm aufgesetzt wurde. Die Maschine wurde wieder eingeschaltet. Sara drückte ihren Kopf leicht nach vorne, und ich fühlte das Scherblatt auf meinem Oberkopf. Es wurde von einem Ohr hinüber zum anderen geschoben. Dann spürte ich das Scherblatt direkt auf dem Oberkopf. Dann war es fertig. Ich war verwirrt.

 

Wieder stand Sara vor mir und grinste breit. Sie spürte meine Erregung und sagte: “Es iust immer wieder schön, zufriedene Kunden zu haben.”

 

“Fertig?” fragte ich.

 

“Nicht ganz,” sagte sie. “Am Anfang sagte ich ja, dass ich keine Schere benutzen werde.”

 

Ich nickte.

 

“Naja, ich habe nicht ganz die Wahrheit gesagt. Mit diesem Schnitt, den wir jetzt machen …” Sie zwinkerte mit einem Auge und verschwand wieder hinter mich.

 

Einen Moment später hörte ich eine Schere an meinem Oberkopf schneiden. Es zupfte einen Bruchteil einer Sekunde lang und ich wunderte mich das von dem wenigen Haar, das ich noch übrig haben konnte, abgeschnitten wurde. Dann wurde wieder und wieder zugeschnitten. Was ich nicht sehen konnte war, dass Sara einen Übergang schnitt von nichts an den Seiten zu dem wenigen, was noch einen pelzhaften Ring auf meinem Oberkopf bildete.

 

Winzige Haarteilen regneten von meinem Kopf herab. Ich mußte wohl wie meine Großmutter ausgesehen haben, dachte ich bei mir und lächelte.

 

Sara stellte sich wieder vor mich. Ich atmete tief durch. Würde ich das Ergebnis nun endlich im Spiegel sehen können?

 

Dann hörte ich, was sich wie Sahne aus einer Sprühdose anhörte.

 

“Fast fertig,” sagte Sara enthusiastisch.

 

Plötzlich fühlte ich weiche Feuchtigkeit an meinem Hinterkopf. Es war Rasiercreme, dämmerte mir. Sara hörte nicht im Nacken auf, sondern schmierte mir den Rasierschaum den ganzen Hinterkopf hinauf. Auch auf den Seiten brachte sie den Schaum auf. Dann sah ich für einen Moment etwas Blitzendes. Kurz darauf begann ein schabendes Geräusch und Gefühl an meinem Kopf sich breit zu machen.

 

Sara rasierte die frei geschoren Flächen rund um meinen Kopf. Zuerst waren es kurze Schaber, dann wurden es längere. Die kürzesten pelzartigen Flächen waren inzwischen völlig blank und kahl rasiert und glänzten im Licht des Salons.

 

Nun wurde der restliche Schaum abgewischt und der Umhang abgenommen. Nun bekam ich ein Aftershave aufgebracht, was zuerst etwas brannte und sich dann sehr gut anfühlte auf der irritierten Haut. Ich bekam etwas Gel in das Haar, was noch geblieben war, aufgebracht. Dann drehte Sara den Stuhl zum Spiegel hin um.

 

Als ich aufblickte war ich in Schock. Ich konnte nichts sagen. Als ob ich meinen Augen nicht trauen konnte begann ich langsam mit der Hand meinen Kopf zu ertasten.

 

Ich fühlte zuerst mein blanker Nacken. Komplett kahl! Dann wanderte meine Hand den genauso blanken Hinterkopf langsam hoch. Dann fuhr sie um mein Ohr. Ich konnte kaum glauben, dass das mein Kopf war, den ich ertastete. Wo früher einmal Haare waren war jetzt keine Spur davon mehr zu sehen oder zu spüren.

 

Dann ertastete ich den Ring von ganz kurzen Haaren auf meinem Oberkopf, die mit Gel feucht und weich gemacht waren und trotzdem senkrecht hoch standen. Ich konnte nun den hufeisenförmigen Halbkreis erkennen, den Sara mir geschoren hatte.

 

Ich war völlig erstaunt, wie kahl ich war. Auf dem Oberkopf war alles bis auf kürzeste Stoppelchen abgeschoren, die eingerahmt waren von etwas längeren Haaren des Hufeisens. Ich wußte nicht, ob ich lachen oder weinen sollte. Immer wieder fingerte ich auf meinem Kopf herum.

 

“Du wirst sowas kein zweites Mal in der Stadt sehen,” sagte Sara und brach endlich das Schweigen.

 

“Das kannst du laut sagen!” sagte ich mit einem Kloß im Hals.

 

“Ich wollte schon immer einmal einer Frau eine kahle Fläche auf dem Oberkopf scheren,” lachte Sara. “Verückt, ich weiß. Aber sexy! Was meinst du?”

 

“Ich werde es wissen, wenn mein Freund es zum ersten Mal gesehen hat,” sagte ich. “Ich weiß, dass er kurze Haare mag. Aber …” Ich machte eine Pause und fühlte meinen Oberkopf erneut ab. “Scheiße!” sitieß ich plötzlich hervor. “Verdammte Scheiße!”

 

Sara lächelte mich an. Ich schaute auf meine Uhr. “Ich muß in zwei Stunden im Café Des Artistes sein, wo ich ihn treffen soll.” Erneut griff ich auf meinen Kopf. “Mein Gott! Das ist hart.”

 

“Soll ichs abrasieren?”

 

“Nein,” sagte ich nachdenklich. “In einer Woche wird man es so wohl nicht mehr erkennen können, oder?”

 

“Vielleicht in einem Monat …,” meinte Sara.

 

Ich versuchte zu lachen.

 

“Ich sag dir was,” sagte Sara. “Du hast mich dir die Haare so scheren lassen, wie ich es schon immer mal einer Frau scheren wollte. Das war stark! Ich revanchiere mich. Ich habe einige Perücken im Hinterzimmer. Du suchst dir eine aus, die du für dein Abendessen aufziehen kannst. Dann bist du dran! Was meinst du?”

 

“Dann bin ich dran? Wie meinst du das?”

 

“Ich habe dir eine kahle Stelle am Oberkopf geschoren. Du wirst mir auch einen machen.”

 

“Was?” fragte ich erstaunt. “Ich kann sowas nicht. Ich bin keine Friseuse.”

 

“Brauchst du dafür auch nicht,” sagte Sara. “Ich könnte mir einfach wieder selbst eine Glatze rasieren wie im letzten Sommer. Aber du wirst mir eine kahle Stelle machen, auf der eine zeitlang gar nichts wächst - als Strafe für den Hufeisenschnitt, den ich dir verpaßt habe.”

 

“Du hast sie nicht alle,” sagte ich. “Aber ich mag die Idee.”

 

Ich suchte mir eine A-Line-Perücke aus und setzte sie auf. Sie zeigte einen Teil meines rasierten Nackens. Dann setzte sich Sara auf den Friseurstuhl. Ich protestierte.

 

Aber sie ließ nicht mit sich handeln. “Zuerst machst du den Kamm naß. Dann kämmst du meine Haare von meinem Scheitel aus einen halben Zentimeter. Paß aber auf, dass meine Kopfhaut nicht naß wird. Dann fühlt es sich nicht gut an.”

 

Sara erklärte mir genau, was ich zu tun hatte, und ich tat es. Nachdem ich den ersten Teil ihrer Haare gekämmt hatte, mußte ich mit Handschuhen ‘Nair’ aufbringen, eine Enthaarungsmilch. Mit der Zeit hatte ich eine etwa sieben bis acht Zentimeter große kreisförmige Fläche auf ihrem Oberkopf eingerieben. Nun mußte ich von der Kreisfläche nach vorne auf beiden Seiten die Milch aufbringen. In der Mitte ließ sie mich einige Haare hochkämmen und feststecken; die sollten erhalten bleiben.

 

Die Flüssigkeit mußte einige Minuten einwirken, dann sollte ich sie abwischen. Bei jedem Wisch kamen ganze Büschel von Saras Haaren lose und bleiben im Tuch hängen, das ich zum Wischen benutzte. Ich konnte sehen, wie Sara jetzt etwas Angst bekam. Ich hörte auf.

 

“Mach weiter, Ines!” sagte Sara.

 

Ich wischte alles weg. Dann wusch Sara sich ihren Kopf. Sie trocknete das Wasser mit einem Handtuch. Als sie das Handtuch wegnahm, stand ich mit offenem Mund staunend da und schaute sie im Spiegel an.

 

“Das ist wirklich extrem,” sagte Sara. “Aber ich findes es toll!”

 

Ich nahm meine Hand und ertastete ihre kahlen Stellen. Die mittleren Haare auf ihrem Oberkopf sahen aus wie ein kleiner Mohawk. Ihre Hinterkopfhaare waren kurz geschnitten.

 

Ich mußte gehen. Ich ging in die Innenstadt zum Café Des Artistes. Ich ging hinein und sah Peter, meinen Freund. Ich stellte mich hinter ihn und hielt ihm die Augen zu.

 

“Sag jetzt nichts,” sagte ich streng. “Ich werde jetzt um den Tisch gehen und mich gegenüber hinsetzen. Wenn ich meine Hände wegnehme, dann wirst du links neben dich auf den Boden schauen. Dann wirst du meinen Anweisungen folgen. Solltest du aufblicken, werde ich sofort gehen.”

 

“Ich …,” sagte Peter.

 

“Sch…. - nicht ein Wort!”

 

Er nickte. Er war sichtlich nervös. Ich nahm meine Hände von seinen Augen. Ich ging um den Tisch und setzte mich.

 

Peter schaute vorsichtig etwas hoch. Er erkannte meinen Nacken und sah, dass er kahl geschoren war. “Ines …,” sagte er.

 

“Was meinst du, Schatz?” sagte ich und präsentierte meinen perückenbesetzten Kopf.

 

Er starrte nur auf meinen glattrasierten Nacken. Dann endlich schaute er den eleganten A-Line-Schnitt an. Er schaute mir dann direkt ins Gesicht.

 

“Nun?” fragte ich.

 

“Ines, ich liebe dich,” sagte er ruhig. “Du siehst bezaubernd aus. Du siehst immer bezaubernd aus. Im Moment siehst du sehr elegant aus.” Er lehnte sich vor und strich mit der Hand durch meine Perücke. Ich schob seine Hand weg.

 

“Moment noch,” sagte ich. “Ich will es noch etwas spannend machen.

 

“Ines …,” stammelte er.

 

“Was?” fragte ich mit einem gewissen Etwas in der Stimme. “Ist es dir nicht zu kurz?”

 

“Nein, wieso?” fragte er erstaunt. “Du könntest alles tragen. Du könntest sogar eine Glatze haben, und es würde mich erregen.”

 

Ich lachte. “Das glaube ich dir nicht. Wenn meine Haare kürzer als das wären würde ich sicher wie ein Mann aussehen.” Ich schaute ihm tief in die Augen. Das Katz-und-Maus-Spiel begann mir zu gefallen.

 

“Ich muß dir was sagen,” sagte Peter. “Ines, du weißt, dass ich mir manchmal diese … Bilder ansehe.” Er machte eine Pause. “Was ich sagen will, … ach verdammt … ich kann es nicht richtig ausdrücken!”

 

“Laß uns was zu essen bestellen und es mit nach Hause nehmen,” schlug ich vor.

 

Wir taten es und waren kurz darauf auf dem Heimweg. Auf dem Weg zum Auto sah ich, wie er immer wieder meinen ausrasierten Nacken anstarrte. Die Perücke wurde inzwischen sehr unkomfortabel. Es ist schon nicht sehr bequem, eine Perücke zu tragen, aber wenn sie noch auf einem Kopf mit hartgegelten Stoppelhaaren sitzt, dann ist es doppelt unbequem.

 

Peter machte einen Abstecher zu einem Park. Was sollte das? Mitten im Park stiegen wir aus. Er sagte, er wolle mir nur schnell etwas zeigen. Wir liefen ein paar Schritte und kamen zu einem Theatergebäude. Auf der Anzeigetafel stand in großen erleuchteten Buchstaben zu lesen:

 

“Ines Perez - willst du mich heiraten?”

 

Peter schaute mich an, und ich brach in Tränen aus.

 

“Ja!” sagte ich. “Eine Million Male!”

 

In meiner Aufregung lüftete ich mein Geheimnis viel zu früh. Als ich ihn küßte verschob sich meine Perücke. Mitten im romantisches Moment meines Lebens stand ich plötzlich mit fast kahl geschorenem Kopf vor ihm, nur mit einem kurzen Haarkranz in Hufeisenform auf meinem Oberkopf.

 

Die Katze war aus dem Sack.

 

Peter fuhr mit seinen Fingern über meinen Kopf und betastete vor allem die kahlen und fast kahl geschorenen Stellen. Dann küßte er mich so innig wie nie zuvor.

 

Danach studierte er meinen neuen extremen Haarschnitt eine ganze Weile. Plötzlich schaute er mir tief in die Augen. “Es ist ein Hufeisenschnitt … aber warum die Perücke?”

 

Ich konnte nichts sagen und zuckte nur mit den Schultern.

 

“Ich finde es super!” jauchzte er.